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Wechseljahre und Haut: Warum sich das Hautbild verändert und was hilft

Reife Frau mit heller Haut, Symbolbild fuer Hautveraenderungen in den Wechseljahren — Klinik am Schwarzwald

Viele Frauen bemerken es zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig: Die Haut wird spürbar trockener, dünner und verliert an Spann­kraft, manchmal innerhalb weniger Jahre. Unter Begriffen wie „Menopause Skin” ist das Thema inzwi­schen auch in sozialen Netzwerken angekommen, oft begleitet von Produkt­ver­sprechen, die mehr behaupten, als sie halten können. In diesem Ratgeber erklären wir, was in den Wechsel­jahren tatsächlich mit der Haut passiert, welche Pflege und welche Behand­lungen helfen können und wo die Grenzen liegen.

Medizi­nisch geprüft von Dr. Mario Holdenried, Facharzt für Plastische und Ästhe­tische Chirurgie. Mit langjäh­riger fachärzt­licher Erfahrung und über 5.000 durch­ge­führten Eingriffen begleitet er Patien­tinnen und Patienten in der Klinik am Schwarzwald persönlich. Mehr über Dr. Holdenried

Inhalts­über­sicht

    Was in den Wechsel­jahren mit der Haut passiert

    Der wichtigste Faktor ist das Absinken des Östro­gen­spiegels. Östrogen unter­stützt die Kolla­gen­bildung, die Durch­blutung und die Fähigkeit der Haut, Feuch­tigkeit zu binden. Sinkt der Spiegel, beschleunigt sich der Kolla­gen­abbau deutlich, gerade in den ersten Jahren nach der letzten Regel­blutung verliert die Haut überdurch­schnittlich viel ihres Kolla­gen­be­stands. Gleich­zeitig produ­zieren die Talgdrüsen weniger Fett, die Haut wird dünner, trockener und empfind­licher, und die Fettver­teilung im Gesicht verändert sich.

    Typische Verän­de­rungen

    Die Folgen zeigen sich indivi­duell unter­schiedlich, häufig sind: anhal­tende Trockenheit und Spannungs­ge­fühle, feinere und tiefere Falten, nachlas­sende Konturen an Wangen und Kinnlinie, einge­sunken wirkende Partien durch Volumen­verlust sowie eine insgesamt empfind­li­chere, manchmal fahler wirkende Haut. Bei manchen Frauen flammen in dieser Zeit auch Unrein­heiten oder Rötungen neu auf.

    Pflege und Lebensstil: die Basis

    Vieles lässt sich mit konse­quenter Basis­pflege auffangen: reich­hal­tigere Feuch­tig­keits­pflege, die die Hautbar­riere unter­stützt, milde Reinigung und weiterhin täglicher Sonnen­schutz, denn UV-Strahlung bleibt auch jetzt der größte vermeidbare Beschleu­niger der Hautal­terung. Wirkstoffe wie Retinoide können die Hauter­neuerung unter­stützen, gehören bei empfind­licher gewor­dener Haut aber in ärztliche Begleitung. Eine eiweiß­reiche Ernährung, Bewegung und erhol­samer Schlaf unter­stützen die Haut zusätzlich.

    Ein wichtiger Hinweis: Ob eine Hormon­er­satz­the­rapie infrage kommt, ist eine gynäko­lo­gische Entscheidung, die von vielen indivi­du­ellen Faktoren abhängt und mit der Frauen­ärztin oder dem Frauenarzt besprochen gehört. Sie ist keine Hautbe­handlung und sollte nicht allein wegen der Haut begonnen werden.

    Welche Behand­lungen das Hautbild verbessern können

    Die ästhe­tische Medizin bietet mehrere Verfahren, die gezielt an den Ursachen ansetzen: an Feuch­tig­keits­verlust, nachlas­sender Kolla­gen­bildung und Volumen­verlust. Was im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Hautzu­stand ab und lässt sich in einer persön­lichen Beratung klären.

    Feuch­tigkeit und Hautqua­lität

    Skinbooster versorgen die Haut von innen mit Feuch­tigkeit und können Spann­kraft und Ausstrahlung verbessern. Polynu­kleotide unter­stützen zusätzlich die Zellre­ge­ne­ration, ein Ansatz, der gerade bei hormonell verän­derter Haut inter­essant ist.

    Kolla­gen­bildung anregen

    Micro­needling und Radio­fre­quenz-Micro­needling setzen kontrol­lierte Reize, auf die die Haut mit der Neubildung von Kollagen reagiert. Biosti­mu­la­toren wie Sculptra regen den Gewebe­aufbau über Monate an.

    Volumen gezielt ersetzen

    Wo Volumen­verlust Wangen oder Kinnlinie einfallen lässt, kann eine Hyalu­ron­be­handlung gezielt und dosiert ausgleichen, mit dem Ziel eines natür­lichen, nicht überkor­ri­gierten Ergeb­nisses.

    Was realis­tisch ist und was nicht

    Keine Creme und keine Behandlung stellt die hormo­nelle Situation von früher wieder her. Gut gewählte Verfahren können das Hautbild aber sichtbar verbessern, die Hautqua­lität stärken und Konturen auffri­schen. Seriös ist, was zur Haut und zur Lebens­phase passt: Oft erreicht eine Kombi­nation aus guter Basis­pflege und ein bis zwei gezielten Behand­lungen mehr als viele Einzel­maß­nahmen neben­ein­ander.

    Risiken und Grenzen

    Auch minimal­in­vasive Behand­lungen sind medizi­nische Eingriffe. Vorüber­ge­hende Rötungen, Schwel­lungen oder kleine Blutergüsse sind möglich, selten kommt es zu Infek­tionen oder Unver­träg­lich­keiten. Gerade dünner und empfind­licher gewordene Haut braucht eine angepasste, eher zurück­hal­tende Behand­lungs­planung. Ergeb­nisse entwi­ckeln sich häufig über Wochen und fallen indivi­duell unter­schiedlich aus. Bestehen Hauter­kran­kungen oder unklare Hautver­än­de­rungen, gehört deren ärztliche Abklärung vor jede ästhe­tische Behandlung.

    Persön­liche Beratung am Hochrhein

    In der Klinik am Schwarzwald in Lauch­ringen, direkt an der Schweizer Grenze bei Waldshut-Tiengen, nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige Analyse Ihrer Haut und beraten Sie offen, welche Maßnahmen in Ihrer Situation sinnvoll sind und welche Sie sich sparen können. Verein­baren Sie gern einen persön­lichen Beratungs­termin.

    Häufige Fragen zu Haut und Wechsel­jahren

    Warum verändert sich die Haut in den Wechsel­jahren so schnell? Mit dem sinkenden Östro­gen­spiegel beschleunigt sich der Kolla­gen­abbau deutlich, gleich­zeitig binden Haut und Talgdrüsen weniger Feuch­tigkeit. Beides zusammen macht die Haut dünner, trockener und weniger straff.

    Was hilft gegen trockene Haut in den Wechsel­jahren? Eine reich­hal­tigere, barrie­re­stär­kende Pflege, milde Reinigung und täglicher Sonnen­schutz bilden die Basis. Behand­lungen wie Skinbooster können die Feuch­tig­keits­ver­sorgung von innen unter­stützen.

    Hilft eine Hormon­er­satz­the­rapie der Haut? Das ist eine gynäko­lo­gische Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt und nicht allein wegen der Haut getroffen werden sollte. Besprechen Sie diese Frage mit Ihrer Frauen­ärztin oder Ihrem Frauenarzt.

    Welche Behand­lungen sind in den Wechsel­jahren sinnvoll? Je nach Hautzu­stand: Skinbooster und Polynu­kleotide für Feuch­tigkeit und Regene­ration, Micro­needling und Biosti­mu­la­toren zur Anregung der Kolla­gen­bildung, Hyaluron bei Volumen­verlust. Eine persön­liche Beratung klärt, was passt.

    Kann man den Verän­de­rungen vorbeugen? Teilweise. Konse­quenter Sonnen­schutz, Nikotin­ver­zicht und gute Basis­pflege verlang­samen den sicht­baren Verlauf. Der hormo­nelle Anteil der Verän­derung lässt sich damit nicht verhindern, aber sein Effekt auf das Hautbild abmildern.

    Ist das alles nur ein Social-Media-Trend? Nein. Die hormonell bedingten Hautver­än­de­rungen sind medizi­nisch gut beschrieben. Neu ist vor allem, dass offener darüber gesprochen wird, das macht es leichter, sich beraten zu lassen.

    Dieser Beitrag dient der allge­meinen Infor­mation und ersetzt keine ärztliche Beratung. Eine indivi­duelle Einschätzung ist nur im persön­lichen Gespräch möglich.

    Autor Klinik am Schwarzwald

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